Bedienungsanleitung Messtaster

1. Messtaster allgemein
In den Messtastern findet das bewährte Prinzip der induktiven Halbbrücke seine Anwendung. Dadurch wird eine absolut hysteresefreie Messung möglich. Die Messbolzen sind in hochpräzisen Kugelführungen gelagert. Der Messtaster ist in seinem robusten Gehäuse weitgehend gegen mechanische Beanspruchung geschützt. Der Faltenbalg wird durch eine Hülse, mit der zugleich der Vorhub eingestellt werden kann, abgedeckt. Sämtliche Messtaster stimmen in ihren elektrischen Daten überein und können an Geräte verschiedener Hersteller angeschlossen werden. Die Messbereiche der Messtaster betragen je nach Type +/- 1 mm, 2 mm und 10 mm.

2. Messtasterbefestigung
Die Messtaster können an beliebiger Stelle ihres zylindrischen Schaftes (Durchmesser 8g6) eingespannt werden. Die Klemmschraube ist nur mäßig anzuziehen. Es dürfen keine deformierenden Spannelemente verwendet werden. Pneumatisch zustellbare Taster sollen nicht im vorderen Bereich (24 mm) eingespannt werden, da sich hier die hochgenaue Führung befindet.

3. Einstellung Messbolzen-Vorhub
Nach Anschluss des Messtasters an die Messeinheit und Einstellung des gewünschten Messbereiches ist die Hubbegrenzung zu lösen. Ringmutter zurückdrehen und die Hubbegrenzung so einstellen, dass der Messbereich gerade überschritten wird. Nun ist die Hubbegrenzung mit der Ringmutter zu konntern. Zu groß gewählte Anhübe führen zu einem schnelleren Verschleiß.

4. Dichtigkeit
Die Messtaster sind gegen das Eindringen von Staub und Flüssigkeiten geschützt. Es ist allerdings möglich, dass der Faltenbalg bei Einsatz aggressiver Kühlmittel zerstört wird. Hier ist für den erforderlichen Ablauf des Kühlmittels zu sorgen. Durch den Einsatz von Zwischenstößeln lässt sich der Taster aus dem Bereich der unmittelbaren Verschmutzung herausnehmen.

5. Anschlusskabel
Das Anschlusskabel sollte weitestgehend gegen Beschädigungen geschützt sein.

6. Seitliche Belastung
Die seitliche Belastung des Messbolzens ist zu vermeiden, da die hochgenaue Kugelführung Seitenkräfte nicht verträgt. Hier sind gegebenenfalls Umlenkhebel einzusetzen.

7. Messbolzen-Nachhub
Bei der Montage in der Messeinheit ist außerdem darauf zu achten, dass bei einem defekten oder fehlenden Werkstück der Nachhub des Tasters nicht überschritten werden kann. Dies führt zur mechanischen Zerstörung des Messtasters. Abhilfe kann durch zusätzliche Anschläge geschaffen werden.

8. Pneumatisch zustellbare Messtaster
Beim Einsatz von pneumatisch zustellbaren Messtastern muss die Messluft gereinigt und trocken sein (Feinstfilter einsetzen). Vor- und Rückhub ist mittels einer Drossel zu dämpfen, um harte Schläge auf das Werkstück und im Taster zu vermeiden. Außerdem ist vor dem Anschluss des Tasters das System frei zu blasen, so dass sich keine Schmutzpartikel in der Messluft befinden. Pneumatisch zustellbare Taster sollen nicht im vorderen Bereich (24 mm) eingespannt werden, da sich hier die hochgenaue Führung befindet.

9. Messeinsatz
Der Messeinsatz ist auswechselbar, Anschlussgewinde M 2,5

10. Reparatur
Elektronische Messtaster sind reparabel, wenn sie äußerlich keine Beschädigungen aufweisen und elektrisch oder mechanisch defekt sind.